Bettgestelle & Boxspringbetten

Wenn es um Betten geht, seien Sie nicht minder anspruchsvoll als die Prinzessin auf der Erbse

Anlauf nehmen und mit Schwung einen Satz in die Kiste machen: Dazu scheint der Begriff Boxspringbett einzuladen. Eine gute Qualität und Verarbeitung des Bettes vorausgesetzt, sollte dies auch schadlos verkraften und abfedern können. Seinen Ursprung hat der Name dieser modernen Bettenart jedoch im englischen. Er setzt sich zusammen aus "Box" für Kasten und "Spring" für Sprungfeder. Dieser Kasten mit Sprungfedern ist der Unterbau des Bettes und ersetzt den herkömmlichen Lattenrost. Im Grunde ist das Boxspringbett die Weiterentwicklung einer alten Idee. Denn die Vorläufer der Lattenroste bestanden aus massiven Holzrahmen, die quer- und längsseitig mit metallenen Sprungfedern verstrebt waren, die leider witterungsbedingt nach einiger Zeit bei Bewegungen zu quietschen begannen. Heute in einer Box geschützt, passiert das nicht mehr.

Zu dem heutigen Box-Unterbau gehört eine zweite Matratze. Je nach Art dieser aufliegenden Matratze wird zwischen einer amerikanischen und skandinavischen Variante unterschieden. Bei der amerikanischen Variante handelt es sich dabei um eine zumeist sehr hohe und voluminöse Federkern-Matratze ohne weitere zusätzliche Auflage

Bei der skandinavischen Variante ist die zweite Matratze genauso gepolstert wie ihr Unterbau beispielsweise aus Polsterstoff oder Kunstleder. Zu dieser Variante gehört zuoberst ein zusätzlicher Topper. Dabei handelt es sich um eine relativ dünne Auflage, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen kann wie beispielsweise Kaltschaum, Latex oder einfacher Schaumstoff. Hierbei ist es wichtig, die Materialeigenschaften wie Raumdichte und Scheuerbeständigkeit, eingehend zu prüfen.

Auch bei der zweiten Matratze der amerikanischen Variante lohnt es sich genauer hinzusehen und sich nicht von ihrem augenscheinlichen Volumen blenden zu lassen. Ebenso beeinflusst die Beschaffenheit der Federung der unteren Box den Schlafkomfort erheblich. Häufig kommt hierbei der sogenannte Bonell-Federkern zur Anwendung. Bei den einfachen Ausführungen besteht sowohl die Unter- als auch Obermatratze aus einer Bonell-Federung. Bei Boxen im Vergleich schneiden in der Regel jene mit einem Taschen-Federkern qualitativ besser ab, weil diese aufwendigere Verarbeitung den liegenden Körper punktuell besser zu unterstützen vermag.

So wie sich in Grimms Märchen die anspruchsvolle Prinzessin auf zahlreiche Lagen bettete, gewinnt der aus mehreren Schichten bestehende Aufbau des Boxspringbettes zunehmend an Beliebtheit, weil der lange Federweg für ein softes Liegegefühl sorgt und dennoch eine gute punktuelle Unterstützung bietet.